August 18, 2011
Tramp a Benz: PR-Rat rügt Jung von Matt, Mercedes und Aktionskünstler Gbureck

Tramp a Benz: PR-Rat rügt Jung von Matt, Mercedes und Aktionskünstler Gbureck


“Tramp a Benz” wird gerügt

Lange hat es gedauert, doch nun liegt die Entscheidung vor. Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) rügt nach eingehender, auch juristischer Prüfung alle Beteiligten an der Kampagne “Tramp a Benz”. Im Einzelnen sind das die Agentur Jung von Matt, Auftraggeber Mercedes-Benz sowie der Künstler Stefan Gbureck. Ihnen allen wird vom Selbstkontrollorgan der deutschen PR-Wirtschaft ein Verstoß gegen das Transparenzgebot und die Absenderklarheit vorgeworfen. HORIZONT.NET hatte bereits am 3. Dezember 2010 darüber berichtet, dass die Domain von „Tramp a Benz” auf die Agentur Jung von Matt zugelassen war.

 Ausdrücklich kritisiert wird darüber hinaus, dass Jung von Matt die Arbeit beim internationalen Werbefestival in Cannes eingereicht hatte – zu einem Zeitpunkt, als das Beschwerdeverfahren bereits angelaufen war. Die Festivalverantwortlichen werden vom DRPR aufgefordert, der Agentur und dem Kunden den gewonnenen goldenen PR-Löwen abzuerkennen.

Bei der Aktion “Tramp a Benz” war Künstler Gbureck per Anhalter quer durch Europa gereist und hatte darüber im Internet gebloggt. Der Gag dabei: Gbureck ließ sich nur von Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz mitnehmen. Die Idee dazu hatte Jung von Matt. Allerdings fehlte dem entsprechenden Blog zunächst der Hinweis auf den Auftraggeber. Er wurde nachträglich ergänzt.

 Den Einwand, dass der PR-Rat mit seiner Entscheidung jeglicher Guerilla- beziehungsweise Kommunikation mit überraschenden Elementen einen Riegel vorschiebt, lassen die Verantwortlichen nicht gelten. Zentrales Element einer jeden sogenannten Mystery-Phase müsse sein, dass das “Geheimnis” kurzfristig gelüftet und der Absender genannt wird. Dafür habe es bei dieser Aktion aber nachweislich keinen Plan gegeben, so der Rat. Den vollständigen Beschluss inklusive ausführlicher Begründung finden Sie hier. Jung von Matt lehnt eine Stellungnahme zum Thema ab. mam

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August 1, 2011
Warum ein Kleingärtner in einem PR-Konzept einen manipulativen Charakter sieht…

PR-Strategen sollen A-7-Deckel versüßen

Ein Entwurf zeigt, wie die Nutzung der geplanten Deckel über der Autobahn 7 aussehen könnten  Detailansicht des Bildes Entwurf des A-7-Deckels: Die Umweltbehörde will ein Negativ-Image vermeiden. Die Hamburger Umweltbehörde fürchtet offenbar den Stuttgart-21-Effekt: Für knapp 15.000 Euro ließ sie die PR-Agentur fischerAppelt ein Kommunikationskonzept erstellen, um Kritikern des geplanten Deckels über die Autobahn 7 den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das berichtete NDR 90,3 am Montag. Das 39-seitige Papier sieht vor, Multiplikatoren wie Journalisten und Taxifahrer zu beeinflussen. So soll vermieden werden, dass das Projekt ein Negativ-Image wie die Elbphilharmonie bekommt.

“Sprengkraft des Projekts verinnerlichen”

Acht Jahre lang Bauarbeiten am Autobahndeckel zwischen Othmarschen und Schnelsen, Dauerstau und jede Menge Baulärm: Die PR-Strategen von fischerAppelt mahnen in dem Gutachten, die Verwaltung müsse die Sprengkraft des Projekts verinnerlichen. “Durch die negativen Erfahrungen mit der Elbphilharmonie ist der Vertrauensvorschuss der Hamburger Bürger in die öffentliche Hand aufgebraucht. Auch beim Autobahndeckel sind Kostensteigerungen bereits jetzt wahrscheinlich.” Die Empfehlung: Verteuerungen möglichst zusammen mit positiven Nachrichten veröffentlichen.

“Rechercheaufwand für Journalisten minimieren”

Die Anwohner beschreibt das Papier als “eine kritische Zielgruppe, die sich medial auch ideal als Opfer von staatlicher Willkür darstellen lässt”. Wenige Kleingärtner reichten aus, um eine pauschale “Die da oben”-Ablehnung gegen die Umweltbehörde loszutreten. Die Agentur empfiehlt, Journalisten gezielt mit Informationen zu füttern, um “ihren Rechercheaufwand zu minimieren”, aber auch Taxifahrer als “wertvolle Multiplikatoren” einzubinden. “Ziel sollte sein, die Kritik des ADAC an dem Projekt und dessen Begleitumständen (wie Dauerstau) zu verhindern oder so gut wie möglich abzumildern.” Vom jahrelangen Lärm des Deckelbaus geplagten Anwohnern könne man per Postkartenaktion Ohrenstöpsel zuschicken.

“Eine normale Sache” oder “Ausgrenzung der Gegner”?

Ein Sprecher der Umweltbehörde erklärte NDR 90,3, das Kommunikationskonzept sei eine normale Sache für Großvorhaben. Es helfe, die Bürger zu informieren und zu beteiligen. Kleingärtner Ralf Hendel von der Initiative “Apfelbaum braucht Wurzelraum” sieht genau das Gegenteil: Das geheime Konzept habe manipulativen Charakter und solle dafür sorgen, die Gegner des Autobahndeckels auszugrenzen.

Im Zuge des vom Bund geplanten Ausbaus der A 7 auf zum Teil acht Spuren sollen insgesamt 3,5 Kilometer der Autobahn im Hamburger Westen aus Lärmschutzgründen unter Deckeln verschwinden. Voraussichtlicher Baubeginn ist Mitte 2012.

via ndr.de

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July 29, 2011
Interview - Journalismus der Zukunft: “Nehmt Eure Leser ernst und verarscht sie nicht.”

"Im Internet sind die Spinner und Wachhunde jeglicher Couleur"

“Im Internet sind die Spinner und Wachhunde jeglicher Couleur”

veröffentlicht am 29.07.2011 um 14:10 Uhr · Medien · Artikel

Michael Kneissler kennt zahlreiche wichtige Medienhäuser von innen. Er arbeitete als Journalist für die “Abendzeitung”, das “Zeit-” und das “SZ-Magazin”, war beim “Stern”, dem “Spiegel”, “Brigitte”, “GQ”, “Bunte” und weiteren Magazinen. Bis Anfang 2009 war Kneissler außerdem Chefredakteur der “Entwicklungsredaktion Future” der Bauer Media Group. Inzwischen betreibt er eine Buch- und Presseagentur für junge Autoren und schreibt selbst Bücher über das Verhältnis von Frauen und Männern, über die Liebe, über Stellensuche und über seine Kinder.

Michael Kneissler wuchs auf dem Land im Schwäbischen auf, fuhr zur See und studierte Kommunikationswissenschaften und Werbepsychologie. Heute gilt er als Promi-Experte, twittert gerne mit Seitenhieben auf die Promiwelt und bloggt über “Dinge und Wesen”.

Nach dem ersten Interview mit dem bloggenden Blattmacher Siems Luckwaldt, spracht W&V Online mit Michael Kneissler darüber, wie sich Online- und Print-Erfahrungen ergänzen.

Macht Bloggen das Blattmachen beziehungsweise die klassische Printarbeit kreativer?
Ja, wer nicht in der Bloggerszene zumindest passiv vernetzt ist, kann als Blattmacher einpacken, wenn er nicht gerade die Zielgruppe 70+ im Visier hat. Im Internet – in Blogs, bei Facebook, Twitter, Tumblr, Youtube – sind die Trends zu finden. Da kommen die Anregungen her, da werden Themen entwickelt. Agendasetting findet nicht mehr bei Bild und Spiegel statt, sondern im Internet. Da publizieren die Whistle-Blower, VroniPlagger Conspiracy-Nerds, Promi-Hunter, Gossip-Cops, Spinner und Wachhunde jeglicher Couleur.

Welche Online-Erkenntnisse sollten beim Blattmachen einfließen?
Blattmacher und klassische Print-Journalisten denken ja oft, dass sie’s besser wissen als alle anderen, zumindest aber als ihre Leser. Mit dieser Einstellung kommt man online nicht weit. Da sind die Leser auf Augenhöhe. Jeder Fehler wird dort erkannt und Korrektur erwartet. Wer die Erwartungen nicht erfüllt, steht schnell im Shit-Storm. Das gibt’s im Print-Journalismus nur bei Lokalzeitungen. Wenn ich als Volontär bei der Schwäbischen Post Mist gebaut habe, hatte ich am nächsten Tag manchmal den Verleger, aber immer die betroffenen Leser am Hals.

Ich glaube, das können alle Print-, Radio- und TV-Journalisten aus der Online-Welt lernen: Die neuen DREI GEBOTE für den Journalismus der Zukunft:

  1. Nehmt Eure Leser/Zuhörer/Zuschauer ernst und verarscht sie nicht. Viele von ihnen wissen vieles besser als ihr. Akzeptiert das und seid demütig!
  2. Habt keine Angst. Sagt eure persönliche Meinung, auch wenn ihr dafür kritisiert werdet. Mainstream und political correctness sind langweilig.
  3. Redet mit euren Lesern/Hörern/Zuschauern per twitter, facebook, email, am Telefon. Egal wie, führt einen Dialog.

Wer es nicht schafft, im Dialog mit ihnen zu stehen und in Form, Sprache und Inhalt ihre Lebenswelten und –wünsche aufzugreifen, wird es schwer haben. Blattmacher dagegen, die das hinkriegen, haben statt Lesern Fans. Dass das klappen kann zeigen Titel wie “brand eins”, “Neon” und “Landlust”. Wenn’s nicht klappt, kommt es zum “Bravo”-Effekt - da machen irgendwelche Leute ein Heft an der Zielgruppe vorbei und wundern sich, dass die Auflage sinkt und dass keiner sie gern hat.

Liegt die künftige Genese neuer Printtitel im Internet?
Ja, ich hab’s schon gesagt: im Internet sind die Trends, die Themen, die Ästhetik. Wer diese Ressourcen beim Blattmachen nicht nützt, ist selber schuld. Wieso macht mit diesen Ressourcen eigentlich niemand ein Magazin für Jungs in der Pubertät? Oder ein Fashion- und Beauty-Magazin für Mädchen? Oder ein Conspiracy Monthly (großes Thema im Internet)? Oder eine Lokalzeitung mit Qype- und Groupon-Elementen? Oder, oder oder … Alles was man dafür braucht, steht online.

Haben Blattmacher mit Web-/Blog-/Social-Media-Erfahrung eine andere Arbeitshaltung?
Im Internet ist niemals etwas fertig und niemals etwas ganz falsch oder ganz richtig. Dort herrscht eine ausgeprägte Debatten-Kultur. Ich glaube, es gibt eine andere Grundeinstellung zur Arbeit, wenn man weiß, dass es sich um einen unendlichen evolutionären Prozess der Kommunikation handelt. Und der findet auch noch in aller Öffentlichkeit statt. Das macht verletzbar und hoffentlich ein bisschen demütiger. Früher hieß es bei Journalisten: Wir erwischen Dich, wenn Du Mist baust. Jetzt gilt das auch umgekehrt: Du selbst wirst erwischt, wenn Du Mist baust. Und wenn Du Pech hast, muss danach Dein Verleger Dein Blatt dicht machen. Und Du bist arbeitslos.

Wie anpassungsfähig sind die online-affinen Schreiber im Vergleich zu den angestammten Print-Leuten?
Sie sind auf jeden Fall super anpassungsfähig, wenn es um ihre Honorare oder Gehälter geht, aus dem Internet sind sie nämlich gewöhnt, nichts zu verdienen.

Im Gegenzug: Sind Blattmacher die besseren Blogger?
Wenn sie genug Zeit zum Bloggen hätten, wären Blattmacher die viel besseren Blogger. Das ist allerdings nicht schwer: Die meisten Nur-Blogger haben keine Ahnung von journalistischer Arbeit, professioneller Recherche und der deutschen Sprache. Dazu kommt, dass sie nicht schreiben können.

Wie müssten Nachwuchsjournalisten heute ausgebildet werden?
Erstens müssen sie das klassische journalistische Handwerkszeug (Recherche, Dramaturgie, Stil, Umsetzung der Recherche für das jeweilige Medium) beherrschen. Zweitens müssen sie das technische Handwerkszeug beherrschen (elektronische Aufzeichnungen, Digicam, Smartphones, Computer). Drittens müssen sie im Internet fit sein. Viertens müssen sie lernen mit den Synergien der modernen Kommunikationswelt umzugehen: Print, Video, Audio, Blogs, social media – alles ist mit allem vernetzt. Und fünftens kann es nichts schaden, zu wissen, wie man im Internet Ego-Marketing betreibt (Xing, facebook, twitter). (ps/fm)

via wuv.de

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June 29, 2011
Misslungene Krisen-PR? Ergo sagt auf Anzeigen Sorry - und erntet Kritik #pr #ergo

Sex-Skandal: Ergo sagt auf Anzeigen Sorry - und erntet Kritik


Ergo erklärt sich auf ganzseitigen Anzeigen  

Ergo erklärt sich auf ganzseitigen Anzeigen

Der Sex-Skandal bei der Vertriebstochter HMI bescherte dem Versicherungsriesen Ergo im Mai massenweise Negativ-Schlagzeilen. Nach Bekanntwerden der Lustreise, die die HMI 2007 für mehrere hundert Vertriebspartner nach Budapest organisiert hatte, verordnete sich Ergo sogar eine wochenlange Werbepausebetete den Erfolg der eigenen Werbung klein und verschärfte seine Compliance-Regeln. Jetzt wendet sich das Unternehmen an die Öffentlichkeit.

 Auf ganzseitigen Anzeigen, die in großen Tages- und Wirtschaftszeitungen wie der “Financial Times Deutschland”, dem “Handelsblatt”, der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und der “Süddeutschen Zeitung” erscheinen, nimmt Ergo zu verschiedensten Vorwürfen Stellung. Dabei geht es neben der von der HMI durchgeführten “Incentive”-Reise nach Budapest auch um die fehlerhaften Riester-Formulare, die mußtmaßlichen Beratungsfehler und die kompromittierenden Fotos von Handelsvertretern der Versicherung, die die “Bild”-Zeitung seinerzeit unter der Headline „Hier kokst der Kollege von Herrn Kaiser” veröffentlichte.

“Wenn Menschen Fehler machen, entschuldigen sie sich. Wenn Unternehmen Fehler machen, unternehmen sie etwas dagegen. Darum tun wir beides.”, teilt Ergo der Öffentlichkeit nun auf den Anzeigen mit. Der Düsseldorfer Konzern verspricht, “weit reichende Maßnahmen” zu ergreifen, ”um solche Fehler in der Zukunft auszuschließen” und Nachteile, die den Kunden entstanden sind, auszugleichen. Helfen soll dabei wie berichtet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers, die mit der Klärung der Sachverhalte beauftragt wurde und die Vorwürfe “mit maximaler Neutralität und Objektivität” prüfen werde, sagt Ergo.
Volker Klenk kritisiert die Krisen-PR von Ergo 

Volker Klenk kritisiert die Krisen-PR von Ergo

Bei Experten kommt die Entschuldigungsanzeige von Ergo nicht gut an. Volker Klenk, Managing Partner bei Klenk & Hoursch, findet das Motiv nicht vertrauensbildend, sondern irritierend. Der PR-Experte kritisiert, dass sich Ergo nicht geradeheraus für seine Fehler entschuldigt, sondern nur über Maßnahmen redet. Das sei “viel zu technokratisch”. Auch die Tatsache, dass die Anzeige keinen Absender hat, also niemand konkret Verantwortung übernimmt, stößt Klenk übel auf. “Hier spricht ein Logo zu mir. Zu solch sensiblen Themen?” In einer Vertrauenskrise braucht es aus Sicht von Klenk organisatorische Transparenz. “Es muss klar sein, wer für welche Themen zuständig ist. Leider entsteht durch die Anzeige so noch mehr Distanz”, glaubt Klenk.

 Unabhängig davon wird Ergo in wenigen Tagen den Werbemotor wieder voll auf Touren bringen. Anfang Juli endet die selbstverordnete Werbepause - und die von Aimaq & Stolle in Berlin entwickelten Commercials mit dem Claim “Versichern heißt verstehen” gehen wieder auf Sendung. mas

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February 18, 2011
Warum PR und Marketing miteinander verschmelzen #socialmedia #sm #pr #trends

Forum Davos
PR-Guru erläutert Trends
PR und Marketing werden verschmelzen.
 

Als ersten Redner konnten die Organisatoren des 2. “World Forum Davos” Paul Holmes, einen der international bekanntesten PR-Guru (The Holmes Report, UK), begrüssen. Vor rund 90 Teilnehmern aus 20 verschiedenen Ländern (meist Kommunikationsverantwortliche aus dem Top-Management und führende PR-Berater) referierte er über die Veränderungen in PR und Marketing durch Social Media. Sein Zukunftsszenario ist unmissverständlich: Marketing und PR werden fusionieren.


Social Media lässt PR und Marketing verschmelzen


“Dieser sehr umstrittene Schritt wird nötig, da Social Media die Art und Weise, wie Unternehmen kommunizieren, grundlegend verändern.” Weil PR per Definition “das Organisieren der Beziehungen zwischen einer Organisation und ihren unterschiedlichen Anspruchsgruppen” meint, sei Marketing grundsätzlich als ein Teil von PR zu betrachten. Denn Marketing beschäftige sich ja nur mit einer einzigen Anspruchgruppe, nämlich mit den Kunden. Holmes begründet die Verschmelzung der beiden Bereiche mit der zunehmenden Bedeutung von Social Media, respektive mit der Tatsache, dass jeder Kunde sein eigenes Medium besitzt, somit selber twittern, podcasten oder seine Meinung in Blogs oder sozialen Netzwerken einbringen kann.


Twitter und Facebook können CEO stürzen


“Neue PR” müsse sich nicht mehr der klassischen Medien bedienen, sondern solle Botschaften über die neuen Medien transportieren. “Heute, nach Wikileaks und der Revolution im mittleren Osten, kann niemand mehr behaupten, Social Media seien nicht wichtig. Alles was Organisationen tun, kann öffentlich werden und plötzlich auf der Frontseite der Tageszeitungen auftauchen. Wenn Social Media einen Präsidenten stürzen, können sie auch den CEO Ihres Unternehmens zu Fall bringen!” Social Media veränderten die Art und Weise wie man einen Brand erzeuge. Waren früher Werbung oder Medienmitteilungen probate Mittel um eine Marke zu definieren, seien es heute und in Zukunft die unterschiedlichen Sichtweisen der Kunden, die Gespräche beim Einkaufen oder auf Partys, aber auch Tweets und der Auftritt auf Facebook oder Youtube.


Journalisten und Mitarbeiter sind glaubwürdig


Holmes sagt, dass künftig nicht mehr Mediensprecher oder CEOs glaubwürdigste Vertreter einer Organisation seien, sondern drei andere Gruppen: die Mitarbeitenden, Journalisten und die Kunden. “Es ist Aufgabe moderner PR, relevante und interessante Geschichten zu definieren, diese geschickt zu streuen, sodass sie von Meinungsmittlern (wie z.B. Journalisten oder Blogger) weitererzählt werden und so auf besonders glaubwürdige Art viele Leute erreichen.”


Marketing schreit - PR hört zu


Holmes ist überzeugt, dass die Trennung zwischen Marketing und PR verschwinden wird. Denn in Social Communities funktioniere klassisches Marketing mit rein eingleisigem Anpreisen nicht. Ausserdem gebe es einen gewichtigen Kulturunterschied zwischen Marketingmitarbeitenden und PR-Verantwortlichen: “Marketingleute schreien laut. Sie meinen immer selber sprechen zu müssen und haben Angst vor Diskussionen. Ganz im Gegensatz zu PR-Leuten: Diese hören zu und suchen nach Lösungen.” Erfolgreiches Management von Social Communities erfordere genaues Zuhören. Man müsse Probleme erkennen können und sie rasch lösen. Im Zusammenhang mit der Frage, ob die Marketingabteilung Teil der PR werden soll oder umgekehrt die PR-Abteilung als Unterabteilung des Marketings gelten wird, weist Holmes darauf hin, das per Definition und aus Relevanzgründen die erste Lösung Realität werden sollte. Problematisch sei aber, dass Marketingabteilungen ein viel höheres Budget aufweisen würden (“Milliarden”), als die PR-Abteilungen (“Millionen”). Dies führe wahrscheinlich dazu, dass künftig die PR ins Marketing fliessen werde.


Publikum teilt Holmes Ansichten


Wer sich nach Holmes Referat und der anschliessenden Debatte mit Marshall Sponder (Pionier in Social Media Analytics) bei den Kongress-Teilnehmern umhörte, stellte fest: Holmes Meinung findet breite Unterstützung. So meinte etwa Spencer Baretz aus New York: “Holmes hat so was von Recht! Vor Social Media gab es keine Kommunikationsplattform für die Masse. Ein Brand war so, wie er von den Marketern über PR und Werbung inszeniert wurde. Jetzt ist ein Brand das, was die Leute über einen Brand erzählen.” Roland Binz, Unternehmens- und Krisenkommunikationsberater aus Winterthur fügt an: “Das allein genügt nicht. Unternehmen müssen Kundenservice, Kundeninformation, PR und Unternehmenskommunikation künftig fusionieren.” Für einen Social-Media-Job genüge es nicht einen Teilzeitstudenten anzustellen. “Auf keinen Fall kann das ein Teenager machen!”, sagt auch Baretz. “Es braucht ein vorsichtiges Vorgehen, so dass man die strategischen Vorgaben des Unternehmens richtig umsetzen kann.” Laut Binz würde mit einem Student als Social-Media-Manager der Betrieb allenfalls in normalen Phasen funktionieren. Doch in Krisen werde diese Aufgabe rasch zur Chefsache, wobei dann plötzlich verschiedene Unternehmensbereiche an derselben Stelle reagieren müssten. “Momentan sind viele Unternehmen (noch) nicht bereit, Social Media als Teil der Krisenkommunikation zu behandeln.”

Paul Holmes (links) und zwei weitere Podiumsteilnehmer

90 Teilnehmer aus 20 verschiedenen Nationen

Text: Edith Hollenstein

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November 15, 2010
Einflussnahme: Pressearbeit im Sinne des Angeklagten #pr #presse

Mehr als die Hälfte der Richter und Staatsanwälte gab an, dass Medienberichte sich auf ihr Verhalten auswirken. 42 Prozent der Staatsanwälte antworteten auf die Frage, ob sie bei dem geforderten Strafmaß an das Echo in der Öffentlichkeit denken würden, mit Ja. Bei den Richtern waren es 58 Prozent. Ein Drittel gab zu, dass Medienberichte Einfluss auf die Höhe der Strafe haben. Und fast jeder Vierte sagte, dass davon die Frage, ob eine Bewährung bewilligt oder verweigert wird, beeinflusst wird.

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November 9, 2010
PR-Eklat: Schäuble-Sprecher tritt nach Skandal zurück #pr #publicrelations

Der Finanzminister hatte seinen Sprecher bloß gestellt.
Der Finanzminister hatte seinen Sprecher bloß gestellt.

Schäuble-Sprecher tritt nach Skandal zurück

veröffentlicht am 09.11.2010 um 11:50 Uhr · Unternehmen · Artikel

Nach dem PR-Eklat: Der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble, Michael Offer, tritt zurück. Nachdem er am vergangenen Donnerstag bei einer Presskonferenz vor den versammelten Journalisten von seinem Chef rüde angegangen worden war, hat er nun seinen Rücktritt eingereicht. Schäuble hatte Offer herablassend behandelt, weil er Unterlagen für Schäuble nicht rechtzeitig verteilt hatte. Das entsprechende YouTube-Video, ein Mitschnitt beim ZDF, ist bislang fast 300.000 mal aufgerufen worden.

Wie die dpa meldet habe Offer sein Rücktrittsgesuch damit begründet, dass er nicht mehr das volle Vertrauen Schäubles genieße. Am Montag hätten sich Sprecher und Minister darüber ausgetauscht. Am Dienstag bestätigte das Finanzministerium die Entlassung.

Derweil hat das Job-Portal jobsintown bereits die Gunst der Stunde genutzt und wirbt mit einem Offer-Motiv für seine Seiten.

Offer ist auch schon Gegensatnd einer Kampagne.

via wuv.de

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October 4, 2010
WeTab mit neuem PR-Debakel: Ankershoffen tritt zurück #wetab #wedepp

WeTab-Chef gesteht Eigenlob unter falschem Namen

“WeDepp”-Debakel: Ankershoffen tritt zurück

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Das selbst gemachte PR-Debakel bei der WeTab-Firma ist mal wieder perfekt. Firmenchef Helmut Hoffer von Ankershoffen hat zugegeben, bei Amazon unter falschem Namen Lobhudeleien für den viel kritisierten Tablet-PC der Firma, das WeTab, veröffentlicht zu haben. Ankershoffen in einer Stellungnahme: “Dafür möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen!” Er hat die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Dem Thema WeTab wird ein weiteres peinliches Kapitel hinzugefügt.

Es war kaum zu glauben, was der Technik-Blogger Richard Gutjahr am Wochenende da aufgeschrieben hatte: Bei Amazon waren lobhudlerische Nutzer-Rezensionen für das von der Fachpresse vielfach gescholtene WeTab aufgetaucht (“sehr, sehr gut”) Allerdings führte das Pseudonym des vermeintlich begeisterten WeTab-Nutzers auf die Amazon-Wunschliste von WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen. Gutjahr prägte dafür den Begriff “WeDepp”-Debatte.

Zwar war theoretisch eine arglistige Täuschung möglich, aber wahrscheinlich schien das nicht. Zudem eine weitere euphorische Nutzer-Rezension bei Amazon auf die Wunschliste von Ankershoffens Frau führte. Jetzt hat der WeTab-Chef das Lob in eigener Sache zugegeben. Er habe die Bewertungen bei Amazon privat verfasst, ohne Rücksprache mit der übrigen Geschäftsführung oder der Kommunikationsabteilung. Es sei ein Fehler gewesen. Ankershoffen: “Dafür möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen!”

Der Vorgang ist der vorläufige Höhepunkt in einer nicht abreißenden Abfolge an Pannen und Peinlichkeiten rund um den Möchtegern-iPad-Konkurrenten WeTab. Zunächst wurden immer wieder nicht funktionierende Geräte vorgestellt, dann verzögerte sich die Auslieferung um Monate. Schließlich kam das Gerät offenbar mit zahlreichen Problemen behaftet auf den Markt. 

Nach dem Ausscheiden von von Ankershoffen aus der WeTab GmbH ist Tore Meyer alleiniger Chef des unglückseligen Tablet-PCs. Er ist zudem Chef der Münchner Firma 4tiitoo, die das Wetab zusammen mit von Ankershoffens Firma Neofonie entwickelt hat.

04.10.2010

swi

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August 30, 2010
Durchsichtige PR der Atomlobby #ndr #pr #zapp

Medien und Wirtschaft | 25.08.2010 23:20 Uhr

Durchsichtige PR der Atomlobby

Es lief doch immer so gut für die Atomlobby. Kernkraft war fest verankert in Deutschland. Jahrelang war Verlass auf mächtige Verbündete wie Franz-Josef Strauß etwa oder Helmut Kohl. Selbst die großen “Atomkraft-Nein-Danke-Proteste” konnte man da gelassen aussitzen. Und nun rückt das Ende der Laufzeiten unweigerlich näher. Und dann auch noch diese lästige Brennelementesteuer. Irgendwie spurt die Politik nicht mehr so richtig. Was also tun? Wie wäre es mit einer dicken Medienkampagne, um der Kanzlerin mal auf die Sprünge zu helfen.

Kühltum eines AKWs an der Isar bei Landshut © ddp Fotograf: Lukas Barth
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Angela Merkel (CDU) wollte sich ja selbst ein Bild machen von der Energie in Deutschland. Und beim Bild machen macht sie auch ganz hübsche Bilder auf ihrer Energiereise: Merkel mit großen und kleinen Windrädern und mit einem Computer-Monitor an der Leipziger Strombörse. Währenddessen füllt auch die Atomlobby die Zeitungen mit einem energiepolitischen Appell in hochoffiziöser Deutschland-Optik. Es geht um schwarz-rot-goldene Belange. 40 Männer von Format fordern die Bundesregierung auf, “das energiepolitische Gesamtkonzept ausgewogen zu entscheiden”.

Der RWE-Sprecher Volker Heck meinte in einem Interview am 23. Juni: “Es ist für uns eine erhebliche Belastung in einem hohen dreistelligen Millionenbereich, die komplett zu Lasten des Ertrages geht.” Und wer den Ertrag davon fliegen sieht, der pulvert gern einen bescheidenen Millionenbetrag in eine große Anzeige gegen die Brennelementesteuer. Die finden nämlich viele imposante Menschen bedenklich.

Ulrich Müller von LobbyControl erklärt: “Man versucht, mit so einer Anzeige auch zumindest den Eindruck zu erwecken, dass es da eine breitere Koalition gibt, eine breitere Unterstützung öffentlich, dass die Politik eigentlich gar nicht anders kann, als sich sozusagen auf diese Argumente, auch wenn sie inhaltlich fragwürdig sind, einzulassen. Das ist eigentlich das, was hinter so einer Eskalation steht.”

Für “Mut und Realismus”?

Dafür sind die vielen Unterzeichner. Das will heißen, für wenig Abgaben und lange Laufzeiten. “Deutschland braucht weiter Kernenergie und Kohle.” Warum verlangen das Leute wie Oliver Bierhoff, der “Manager Deutsche Fußball-Nationalmannschaft”? Ulrich Müller: “Bei Oliver Bierhoff ist es so, dass sein Vater ja langjährig Vorstandsmitglied bei RWE war, das heißt, da gibt es eine klare Verbindung zur Energiewirtschaft.”

Und Josef Ackermann? Der war doch mal Merkels Kumpel von der Deutschen Bank? Ulrich Müller: “Bei Ackermann ist es so, dass die Deutsche Bank sehr stark in Energie- und Atomindustrie engagiert ist. Nach einer Studie ist sie weltweit der siebtgrößte Finanzierer von Atomprojekten.”

Und bei Wolfgang Clement, hier “Ministerpräsident und Bundesminister a.D.”, hat man sicher nur vergessen zu erwähnen, dass er ja im Aufsichtsrat von RWE Power sitzt.

Eine “interessengeleitete Anzeige”

Andreas Fischer-Appelt, Kommunikationsberater, erklärt: “Also es ist eine polarisierende Anzeige, es ist eine interessengeleitete Anzeige, es ist keine neutrale Anzeige und das wär auch gar nicht Aufgabe.” Die Aufgabe ist: öffentlich lospoltern, massiv das Thema besetzen, mit vielen Leuten Druck auf die Politik machen. Etwas, was die großen Energieriesen bisher gar nicht nötig hatten. Denn die lassen ja sonst ihre Lobbyisten in Berlin auf die Politiker los.

Ulrich Müller: “Und dann ist es in der Regel aber schon auch so, dass es häufig flankierende PR Kampagnen gibt. Häufig sind die aber nicht so stark mit der Lobbyarbeit direkt verbunden, so dass man das unbedingt immer gleich sieht. Also das ist, dass man natürlich versucht seit Jahren, die Atomkraftwerke gut darzustellen, aber dass man es nicht direkt in diesen Anzeigen selbst sagt ‘Wir brauchen jetzt eine Laufzeitverlängerung’.”

Stattdessen kämpfen die Kraftwerke persönlich als Klimaschützer für die Umwelt: In der Anzeigenkampagne des Deutschen Atomforum e.V. “kämpft” Brunsbüttel zum Beispiel “24 Stunden am Tag für die Einhaltung des Kyoto-Abkommens”. Und Kraftwerk Grohnde, in einem Bild hinter aufgeschichteten Zuckerrüben zu sehen, “erzeugt umweltfreundliche Energie”.  Ulrich Müller: “Sicher ist es so, dass die Energieversorger seit Jahren darauf hinarbeiten, die Atomausstiegvereinbarung, die sie eigentlich selbst unterzeichnet haben, wieder aufzubrechen, also sich nicht an die eigene Zusage zu halten. Und da gibt es natürlich schon langfristige Pläne und auch PR Strategien, wo man versucht, mit welchen Argumenten kann man das erreichen.”

PR für Kernenergie

Da tauchte im letzten Jahr ein über 100 Seiten starkes “Kommunikationspapier Kernenergie” auf. Darin macht die Agentur PRGS einem großen Energiekonzern Vorschläge, wie man vor den Bundestagswahlen 2009 das Thema Kernenergie besser verkaufen könnte: Zum Beispiel immer betonen, eine “Verlängerung der Restlaufzeiten unterstützt Klimaschutz und Energiewende”. Außerdem solle man “Zugeständnisse prüfen in Richtung Strompreis, Atomsteuer, Klimaschutz-Fonds, um das Image aufzubessern”.

Aber nun, wo es hart auf hart kommt und die Bundesregierung wirklich eine Atomsteuer kassieren will, ist es ums Image auch egal. Jetzt drohen die Energieriesen damit Kraftwerke abzuschalten. Sie sind unter Druck. Die Anzeige ist ein Schnellschuss. Hastig zusammengeschustert ist dieser energiepolitische Appell. Andreas Fischer-Appelt meint: “Man sieht das auch, ein paar kleine handwerkliche Fehler stecken auch in der Anzeige drin, wie zum Beispiel, das haben Sie aber festgestellt, überhaupt keine Frau unterzeichnet hat. Wenn Sie genau gucken, sehen Sie, es fehlen auch einige große Vertreter der Industrie. Ich guck, zum Beispiel Siemens fehlt, wir haben die Automobilindustrie nicht einzeln, höchstens als Verband. Und insofern wird es dort auch Unternehmen gegeben haben, die sagen ‘das möchten wir nicht mittragen’.”

Denen war vermutlich klar, Merkel hat zwar großzügig zur Diskussion über Energie aufgerufen, will sich aber öffentlich keinesfalls von solchen Drohgebärden der Industrie beeindruckt zeigen, wie sie trotzig in einem Interview betont: “Bei mir ist immer so, wenn etwas Richtung einer Drohung läuft oder ich zu was gepresst werden soll, führt das bei mir zu totalen Gegenbewegung.” (Quelle: Mediengruppe Madsack, 24.08.2010)

Ulrich Müller: “Wenn sie jetzt zu stark auf die Atomindustrie eingeht, dann wird es immer heißen ‘die Union und die Schwarz-Gelbe Bundesregierung machen sozusagen den Kniefall vor der den Energieversorgern’.”

Raus aus den Hinterzimmern, rein in die Öffentlichkeit – fürs erste Mal lief das doch gar nicht so – gut.

Autorin/Autor: Sine Wiegers

Kühltum eines AKWs an der Isar bei Landshut © ddp Fotograf: Lukas Barth

25.08.2010 23:20 Uhr

Mit einer Anzeigenkampagne kämpft die Energiewirtschaft für ihre Interessen. Und verfehlt die Wirkung - denn statt über die Inhalte, reden alle nur über die Form.

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Ulrich Müller, geschäftsführender Vorstand von LobbyControl

25.08.2010 23:20 Uhr

Der geschäftsführende Vorstand von LobbyControl zu dem Thema “Durchsichtige PR der Atomlobby”.

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Andreas Fischer-Applet, Gründer der PR-Agentur "fischer-Applet"

25.08.2010 23:20 Uhr

Der Gründer der PR-Agentur “Fischer-Appelt” zu dem Thema “Durchsichtige PR der Atomlobby”.

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August 19, 2010
Unternehmen scheitern mit Social-Media-Aktivitäten #socialmedia #sm #social #studie

Purer Aktionismus statt Diskussion auf Augenhöhe: Drei Viertel der deutschen Web 2.0-Nutzer sind über die Aktivitäten von Unternehmen bei Facebook, Twitter und Co. enttäuscht. 83 Prozent empfinden die Unternehmensaktivitäten sogar als Werbung. Der Grund: Die Unternehmen gehen im sozialen Web zu wenig auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein.

So nutzt beispielsweise mehr als die Hälfte (58 Prozent) die neuen Kommunikationskanäle bereits für Fragen, Beschwerden oder Anregungen. Doch fast zwei Drittel von ihnen (61 Prozent) sind mit der Reaktion der Unternehmen unzufrieden. Es wurde nicht auf Ihre Belange eingegangen, 47 Prozent erhielten unzureichende Antworten und in vielen Fällen wurde auf klassische Serviceabteilungen verwiesen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Brand Science Institute, in der mehr als 1.000 Probanden zu ihren Erfahrungen befragt wurden.

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